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Textilbewehrter und Glasfaserbeton – Sichtbetonfertigteile der Premiumklasse

Jubiläums-Symposium 30 Jahre FVF Fachvereinigung Faserbeton e.V.

fo_1002_textilbewehrter_und_glasfaserbeton_sichtbetonfertigteile_der_premiumklasseSeit mehr als drei Jahrzehnten werden technisch anspruchsvolle Bauobjekte mit glasfaserbewehrten Betonbauteilen verwirklicht. Die Spezialisten der Betonfertigteilbranche zeigen die Innovationen in Design und Technik.

Glasfaserbetone und mit Glastextilien bewehrte Betone vereinen die hervorragende Druckfestigkeit zementgebundener Materialien mit der hohen Zugfestigkeit der Glasfaser zu einem duktilen Werkstoff mit außergewöhnlichen Eigenschaften. Die Glasfaserarmierung oxidiert nicht und ist im Gegensatz zu einer Stahlbewehrung auch ohne Betondeckung dauerhaft beständig. Aus diesem Grund kann das Material sehr feingliedrig und dünnwandig dimensioniert werden. Glasfaserverstärkte Bauteile besitzen somit den besonderen Vorteil, relativ leicht und trotz geringer Querschnittsabmessungen äußerst tragfähig zu sein.
Zahlreiche architektonisch wie auch technisch herausragende Entwürfe im Hoch- und Tiefbau konnten in Farbe und Form realisiert werden. Sie belegen, dass Glasfaserbeton die Grundlage für eine vielseitige Formensprache bietet, die bei der Schaffung individuellen Baudesigns in Gegenwart und Zukunft erwartet wird. „Die Entwicklung hochwertiger Glasfaserbetonprodukte in den 80er Jahren hat zweifellos ihren Teil dazu beigetragen, das Image zementgebundener Baustoffe aus dem Tief zu holen", so die Einschätzung des Organisators und beratenden Mitglieds der FVF, Dipl.-Ing. Matthias Bayer. Das Sympo- sium am 10. Juni 2010 in Leimen anlässlich des 30jährigen Bestehens der Fachvereinigung Faserbeton, in der Hersteller von Glasfaserprodukten und Verarbeiter von Glasfaserbeton organisiert sind, wird die Vielfalt der Entwicklungen, Anwendungen und realisierten Bauvorhaben in vier Themenblöcken vermitteln. Der einleitende Teil geht auf die Entstehungsgeschichte und Technologie des Baustoffs ein. Erfahrene Baustoffexperten schildern die Entwicklung von der ursprünglichen Werkstoffidee über die Herstellung von Prototypen hin zur Serienfertigung von Bauteilen. Im anschließenden Themenblock beschreiben renommierte Vertreter aus der Wissenschaft die technischen Eigenschaften von Textilbetonen und referieren über den Stand der Forschung und Entwicklung zur Dauerhaftigkeit und Bemessung von Textilbetonkomponenten. Der dritte Vortragsblock thematisiert die Möglichkeiten der wirtschaftlichen Gestaltung anhand beispielhafter Objekte, die in jüngster Zeit mit dem Material realisiert wurden. Die von namhafte Architekten vorgestellten Vorhaben verdeutlichen die breite Anwendung von Glasfaserbeton in Wohn- und Nutzbauten mit faszinierenden Gebäudekubaturen und avantgardistischen Fassadenausbildungen. Ferner werden Lösungen zur energetischen Sanierung unzureichend wärmegedämmter, mitunter denkmalgeschützter Bestandsgebäude vorgestellt, die durch den Einsatz von Glasfaserbetonelementen der Widernutzung zugeführt wurden, ohne deren Gestalt und Materialität wesentlich zu verändern. In diesem Zusammenhang werden zudem die innenarchitektonischen Einsatzmöglichkeiten neuartiger Textilprodukte bei der Ertüchtigung und Gestaltung von Fußböden im Bestand aufgezeigt.
Der abschließende Themenblock greift die Aspekte Ökologie und Sicherheit auf. Referenten aus der Baustoffindustrie berichten über den Einsatz von Glasfaserbetonprodukten im Brandschutz, auf dem Gebiet der energetisch optimierten Bauweise sowie insbesondere in Wärmedämmverbundsystemen. Das Symposium richtet sich mit seinen an der Praxis orientierten Beiträgen an Architekten und Fachplaner, die in dem vielseitigen und faszinierenden Werkstoff eine attraktive Alternative zu herkömmlichen Baumaterialien erkennen. Aufgrund der ausgereiften Produktions- und Montagetechniken lassen sich Bauteile aus Glasfaserbeton in ihren Abmessungen und dreidimensionalen Formen sehr individuell auf das Objekt bezogen gestalten. Das heutige Know-how der Hersteller erlaubt, auf das Gebäude zugeschnittene Texturen und spezifische Oberflächenstrukturen zu realisieren. Die das Symposium begleitende Ausstellung zeigt das umfangreiche Spektrum heutiger Anwendungen und gibt Möglichkeit zum Gedankenaustausch mit kompetenten und erfahrenen Spezialisten der Branche.


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