dancing concrete

Betonstelen in künstlerischer Dynamik

ge_1202_dancing_concreteBeton kann tanzen! Die Skulptur von Philipp Mathies überrascht durch ungeahnte Eigenschaften von Beton. Die Stele ist geformte Bewegung in starrer Materie. Beton, seit jeher Inbegriff für Starre, Härte, Festigkeit und scharfen Kanten, wird durch eine spezielle Gusstechnik spiralig gebogen. Trotz schraubender Bewegung und minimaler Standfläche sind Statik und Form gesichert und abgeschlossen. Philipp Mathies dreht die Stele als sei es warmes Wachs. So werden Widersprüche in einem Objekt vereinigt und in einer Wechselwirkung sichtbar: einerseits der unbiegsame Werkstoff Beton, andererseits die irritierende Dynamik. Es entsteht ein Ausdruck, der für Beton nicht denkbar ist. Die Bewegung ist erstarrt, so wie beim Härtungsprozess des Betons die Kristallnadeln unverbrüchlich ineinander verzahnt sind. Die Gesamtheit der Stele ist alleine aus einer Perspektive nicht fassbar. Der Betrachter bewegt sich um sie, umschreitet sie, er ist aktiv um das Objekt zu erfassen. So wird, anders als in der kinetischen Kunst, nicht das Objekt bewegt, sondern die Dynamik durch den Betrachter geschaffen. Der Betrachter tanzt mit dem Beton.
Die Stele wird ab Mitte 2012 im Eingangsbereich eines Privathauses in Düsseldorf Mörsenbroich installiert werden.

Entwurf und Planung: Philipp Mathies,www.mathies.info
3D Schalung: arbloc s.r.l. Italien, www.arbloc.com
Betonage: villa rocca, Freiburg, www.villa-rocca.de