Fuhrimann Hächler

Ausstellung und Buch über die Schweizer Architekten

fo_1006_fuhrimann_haechlerDie Architektur des Schweizer Büros Fuhrimann Hächler zeichnet sich durch einfache, visuell anspruchsvolle Baumaterialien, räumliche Komplexität und eine dezent skulpturale Bauweise aus, die deutliche Bezüge zu ihrer Umgebung aufweist. Die Architekten suchen bewusst Nichtperfektion, Unreinheit und Mehrdeutigkeit, etwa in der Verwendung von Materialien wie Kistensperrholz und grob geschaltem Beton, die jedoch durch spiegelnde Glasflächen kontrastiert werden.

Die Ausstellung an der ETH Zürich (ARchENA, HIL, Hönggerberg) präsentiert eine begehbare Rauminstallation mit Bildcollagen und Modellen zu fünf privaten Wohnhäusern und zwei öffentlichen Gebäuden der Architekten Andreas Fuhrimann und Gabrielle Hächler. Trotz unterschiedlichen Raumkonzeptionen und Fassadenausbildungen weisen die sieben Bauten prägnante Gemeinsamkeiten auf. Dazu gehören das unprätentiöse, jedoch visuell anspruchsvolle Materialkonzept und fließende Raumübergänge. Die Häuser zeigen exemplarisch, wie die Architekten einerseits bewusst die Nichtperfektion und Unreinheit suchen. Andererseits ist ihre Architektur äußerst kontrolliert und konzeptuell durchdacht. Die Bauten entstehen unter Berücksichtigung des realen und kulturellen Kontexts, Raumprogramms, Form und architektonischen Ausdrucks, sowie sinnlicher Anforderungen. Die Verwendung einer ökonomisch effektiven Konstruktion mit haptischen Oberflächen ermöglicht Low-Budget-Bauten mit einem High-End-Reichtum. Begleitend zur Ausstellung erscheint bei Lars Müller Publishers die Publikation „Was ein Haus in sich selbst verankert", die verschiedene Projekte der Architekten vorstellt. Die erste monografische Publikation der Architekten stellt fünf Wohnhäuser und zwei öffentliche Gebäude mit zahlreichen ganzseitigen Farbfotografien und Plänen vor. Vier Essays von Hubertus Adam, Kurt W. Forster, Gianni Jetzer und Marie Theres Stauffer bieten eine vertiefende Auseinandersetzung mit dem Werk. Die Ausstellung des Instituts gta der ETH ist noch bis zum 3. Februar 2011 zu sehen.





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