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Internationaler Hochhaus Preis 2018

Gewinner: Bürohochhaus „Torre Reforma‘ in Mexiko-Stadt

1806 fo HHP2018Wie ein geöffnetes Buch zwischen zwei Sichtbetonwänden

Wie ein riesiger urbaner Obelisk oder ein geöffnetes Buch zwischen zwei Sichtbetonwänden hebt sich der Torre Reforma von den umliegenden Hochhäusern ab, nicht nur wegen seiner Höhe. Benjamín Romano hat mit den massiven Wänden an die baulichen Traditionen der Azteken angeknüpft und diese modern interpretiert. Der Torre Reforma war das Gebäude, das sowohl die Ingenieure als auch die Architekten in der Jury am stärksten begeisterte – als meisterhafter Ausdruck eines neuen Nachdenkens über das Hochhaus und somit als würdiger Preisträger. Es ist ein Gebäude, das in den Augen der gesamten Jury all das verkörpert, was sich Benjamín Romano selbst zum Ziel gesetzt hat: Nachhaltigkeit, modernste Technologie und gut strukturierte Räume kunstvoll miteinander zu verbinden.

www.international-highrise-award.com
www.dam-online.de

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Energie „Out of the Box“

Innovative Speichermodule mit Spezialbeton Heatcrete

1806 fo OutoftheBoxIm Sommer angenehm kühl, im Winter wohlig warm – Beton ist aufgrund seiner hohen Materialdichte ein hervorragender Wärmespeicher. Das weiß auch das norwegische Start-up EnergyNest, das in Kooperation mit HeidelbergCement ein interessantes thermisches Energiespeichersystem auf den Markt gebracht hat. Dieses bietet im Vergleich zu anderen Speichermedien wie Batterien oder Salzspeichern einen einfachen und kostengünstigen Weg, erzeugte Energie dauerhaft zu speichern.

„Im Prinzip funktioniert das System ähnlich wie bei heißen Steinen in der Sauna“, erklärt Dr. Volker Klapperich, Produktmanager Spezialtiefbau bei HeidelbergCement. „Wärme wird einund wieder ausgeleitet.“ Konkret: Jedes Speichermodul ist durchzogen von einem Geflecht aus Stahlrohren, in das unter enormem Druck Thermoöl oder Wasserdampf mit einer Temperatur von bis zu 450 Grad Celsius eingeleitet wird. Die Stahlrohre sind in dem von Heidelberg Cement entwickelten hoch wärmeleitfähigen Spezialbeton Heat crete eingebettet. Dank der guten Wärme leitfähigkeit der Stahlrohre und des Spezialbetons geht die Wärme innerhalb weniger Stunden auf den Beton über, der sich dadurch auf mehrere hundert Grad Celsius aufheizt. Später kann wieder Thermoöl oder Wasserdampf – abgekühlt auf niedrigere Temperaturen – durch die Röhren geleitet werden. „Dabei gibt der erhitzte Spezialbeton seine gespeicherte Wärme an das Wärmemedium ab und heizt es auf“, so Klapperich. „Heatcrete bleibt auch bei hohen Temperaturen bis zu 450 Grad Celsius chemisch stabil. Sein Vorteil ist die hohe Biege- und Zugfestigkeit, mit der das Material den wiederkehrenden Spannungen durch ständige Erhitzung und Abkühlung standhält, und seine ausgesprochen hohe Wärmekapazität, wodurch viel Wärme gespeichert werden kann.“ Ganz aktuell hat EnergyNest sein erstes thermisches Batteriemodul vorgestellt, das in dem neuen Fertigungszentrum in Europoort, Rotterdam, auf dem Gelände des Partners Mebin, einem Tochterunternehmen von HeidelbergCement, pro duziert wurde. In Kooperation mit dem italienischen Energiekonzern Enel soll der erste Speicher nun unter realen Bedingungen in Wärmekraftwerken getestet werden. Künftig produziert Mebin den modularen Wärmespeicher für Energy Nest vor Ort aus lokalen und recyclebaren Materialien und kann von Rotterdam ganz Europa beschicken. Gemäß des Prinzips „Plug and Operate“, werden die Speichermodule fertig montiert geliefert und müssen am Bestimmungsort nur noch angeschlossen werden.

www.heidelbergcement.de/spezialtiefbau
www.energy-nest.com

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robust – dauerhaft – nachhaltig

CEMEX BetonForum 2019

Welche neuen technischen Möglichkeiten bietet die Betonbauweise und welche Herausforderungen zeichnen sich ab? Die CEMEX Deutschland AG lädt ihre Kunden und Geschäftspartner sowie alle Interessenten aus der Baubranche zu Fachvorträgen und zum kollegialen Austausch ein.

„robust – dauerhaft – nachhaltig“ – unter dieser Überschrift fasst das BetonForum die Herausforderungen zusammen, die sich aus der modernen Bautechnologie an die Projektierung, den Baustoff und die Bauausführung ergeben. Begriffe wie „robuste Systeme“ oder „Betonbauqualität- BBQ“ seien dafür beispielhaft genannt. Gleichzeitig müssen die jeweiligen Lösungen den wachsenden Anforderungen aus dem Umweltschutz entsprechen. Dazu zählen zum Beispiel die Reduzierung der CO2-Emmission durch Entwicklung und Anwendung klinkereffizienter Zemente, die sachgerechte Betonverarbeitung und -anwendung zur Erstellung dauerhafter Bauwerke oder das Schließen des Wertstoffkreislaufes durch Recycling. Als Bestandteil des BetonForum werden auch die mit dem CEMEX Förderpreis Beton ausgezeichneten Arbeiten des Jahres 2018 vorgestellt. Die Teilnehmer erwarten anregende Gespräche mit Branchenkollegen und Fachbeiträge externer und unternehmensinterner Experten. Drei Veranstaltungen in verschiedenen Regionen stehen zur Wahl: 21. Februar 2019, Bremen, / 21. März 2019, Potsdam / 11. April 2019, Regensburg. Anmeldung zum Beton Forum 2019 unter T +49 30 / 35 53 05-286 und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

www.cemex.de

 

 

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Impulse für den 3D-Betondruck

Strategische Partnerschaft mit dänischem Technologieführer

1806 fo 3DBetondruckDie Peri Gruppe, eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Schalung und Gerüst für die Bauindustrie, hat sich an der dänischen COBOD International A/S mit Sitz in Kopenhagen beteiligt. Das Familien unternehmen hat dabei eine Beteiligung an dem Spezialisten für 3D-Betondruck erworben.

COBOD International A/S ist die neu gegründete Tochtergesellschaft der dänischen 3D Printhuset A/S, in der 3D Printhuset seine 3D-Druck lö sungen für die Bauindustrie gebündelt hat. Die Entwicklungen auf dem Gebiet des 3D-Beton druck begannen 2015 im Auftrag und mit Unterstützung der dänischen Regierung. 2017 erfolgte der technologische Durchbruch: In Kopenhagen wurde mit einem 3D-Drucker von COBOD das sog. „BOD“ („Building on Demand“) gedruckt. Das Bürogebäude ist das erste 3D gedruckte Gebäude in Europa überhaupt. Heute gehört COBOD mit seinem Angebot an 3D-Druckern für den Wohnungsbau zu den führenden Unternehmen weltweit. Im ersten EU-weiten Ausschreibungsverfahren für 3D-Drucker für den Wohnungsbau hatte COBOD mit dem Modell „BOD2“ die Nase vorn. Aktuell laufen international mehrere Ausschreibungen zu konkreten Druckprojekten im Bereich Wohnungsbau in Europa, in Asien und insbesondere im Mittleren Osten sowie in Nord- und Südamerika. „Als Markt- und Technologieführer im Bereich Betonschalung verfolgen wir bei Peri die Entwicklung des 3D-Betondrucks in der Bauindustrie sehr genau. COBOD ist eine der führenden Firmen in diesem Markt. Die Technologie ist mit dem aktuellen BOD2 Drucker von COBOD jetzt marktreif. Mit dem BOD in Kopenhagen gibt es ein erstes erfolgreiches Referenzprojekt“, so Leonhard Braig, Geschäftsführer Produkt und Technik der Peri Gruppe. „Wir sind überzeugt, dass der 3D-Betondruck in den nächsten Jahren in bestimmten Segmenten unserer Industrie, insbesondere im Wohnungsbau, erheblich an Bedeutung gewinnen wird. Wir möchten gemeinsam mit COBOD dieser Technologie nun auf breiter Basis zum Durchbruch verhelfen.“ „Wir sind froh und stolz über das Investment von Peri in unsere Firma. Die Tatsache, dass sich PERI bei COBOD engagiert unterstreicht eindrucksvoll das Potenzial von 3D-Betondruck in der Bauindustrie“, so Henrik Lund-Nielsen, CEO von COBOD. „Mit der Beteiligung kommen zwei in ihren Bereichen technologisch führende Unternehmen zusammen. Wir freuen uns auf die völlig neuen Möglichkeiten, die uns die Partnerschaft mit Peri eröffnet.“

www.peri.de

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LafargeHolcim Forum für nachhaltiges Bauen 2019

Fachtagung zum Thema „Re-Materialisierung des Bauens“ in Ägypten

1806 fo AegyptenDas 6. Internationale LafargeHolcim Forum für nachhaltiges Bauen wird vom 4. bis 6. April 2019 von der American University in Kairo ausgerichtet. Das LafargeHolcim Forum widmet sich dem Thema „Re-Materialisierung des Bauens“. Hauptvorträge, Workshops und Besuche vor Ort konzen trieren sich auf Strategien zur Verbrauchs reduzierung während des gesamten Materialzyklus von der Gewinnung über die Verarbeitung, den Transport, die Installation, die Wartung und den Ausbau.

Das Forum geht der Frage nach, wie sich die Bauwirtschaft anpassen kann, um schlanker zu werden: mit einem geringeren ökologischen Fußabdruck und nicht angetrieben vom Vorwand der unendlich verfügbaren Rohstoffe. Daher versucht das Forum, radikale Lösungen für die Verwendung von Baumaterialien vorzuschlagen. Zu den Hauptrednern gehören Christine Binswanger (Senior Partner, Herzog & de Meuron, Schweiz), Lord Norman Foster (Chairman & Gründer, Foster + Partners, Großbritannien), Laila Iskandar (ehemalige Ministerin für Stadterneuerung & Informelle Siedlungen, Ägypten), Mitchell Joachim (Mitbegründerin, Terreform ONE, USA), Francis Kéré (Principal, Kéré Architecture, Deutschland), Anne Lacaton (Principal, Lacaton & Vassal Architectes, Frankreich) und Rt Hon Simon Upton (Parlamentarischer Kommissar für Umwelt, Neuseeland).

Registrierung
Rund 300 Experten aus den Bereichen Architektur, Städtebau, Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Materialwissenschaften und verwandten Bereichen werden voraussichtlich am LafargeHolcim Forum aktiv teilnehmen. Die Anmeldung zur Teilnahme endet am 31. Januar 2019. Das Akademische Komitee der LafargeHolcim Foundation wird dann aus den Anmeldungen die Teilnehmer auswählen: www.lafargeholcim-forum.org/register

Parallele Workshops
In vier Workshops wird der interdisziplinäre Dialog gefördert, neue Ideen eingebracht und Lösungsansätze untersucht. Jeder Workshop wird von renommierten Experten moderiert und beinhaltet Input-Präsentationen von mehr als 60 Spezialisten aus allen Regionen der Welt. Zeitgenössische Materialverwendung im Bauwesen wird untersucht und es werden Strategien zur Förderung grundlegend nachhaltiger Praktiken identifiziert.

• Paradigmenwechsel: Materialien für eine noch nicht gebaute Welt Eine nachhaltige, vollständig recycelbare und aus erneuerbaren Materialien gebaute Umwelt.
• Die Ströme verschieben, die Fäden ziehen: Bestände, Ströme und deren Dynamik Erforschung der zusammenhängenden zeitlichen Dynamik von Materialien, Lebenszyklen, Lebensstilen und urbaner Evolution.
• Von manuell zu digital und umgekehrt: Digitalisierung, Arbeit und Konstruktion Aus Best Practices in der manuellen und digitalen Fertigung: konsequente, kollaborative Lösungen.
• Zwickmühle: Materialbedarf versus Materialauswirkung Das richtige Material, das beste Material und die Minimierung des Materialeinsatzes. Weitere Informationen über das Forum, Workshops, Referenten und Moderatoren: www.lafargeholcim-forum.org

LafargeHolcim Forum
Das International LafargeHolcim Forum ist eine dreijährige Reihe von Fachtagungen für den fachlichen Austausch zum Thema nachhaltiges Bauen. Die LafargeHolcim Foundation führt das Forum in enger Zusammenarbeit mit ihrem Akademischen Komitee (mit Sitz an der Eidgenössischen Technischen Hochschule – ETH Zürich und EPFL Lausanne) durch. Die dreitägige Veranstaltung ist eine interdisziplinäre akademische Plattform für Architekten, Ingenieure, Materialwissenschaftler und Bauprofis aller Generationen zum Austausch von Informationen über die Schaffung einer nachhaltigeren Umwelt. Jedes LafargeHolcim Forum wird durch eine wissenschaftliche Publikation ergänzt, die von Ruby Press, Deutschland, herausgegeben wird. Die LafargeHolcim Foundation for Sustainable Construction wurde 2003 gegründet, um das Bewusstsein für die wichtige Rolle zu schärfen, die Architek tur, Ingenieurwesen, Stadtplanung und Bauwesen für eine nachhaltigere Zukunft spielen. Die Stiftung ist eine unabhängige juristische Person, die von LafargeHolcim unterstützt wird. LafargeHolcim ist das weltweit führende Unternehmen für Baustoffe und Lösungen und betreibt vier Geschäftssegmente: Zement, Zuschlagstoffe, Transportbeton und Lösungen & Produkte, einschließlich Betonfertigteile, Asphalt, Mörtel und Baulösungen ist.

www.lafargeholcim-foundation.org

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Wahrzeichen mit Aussicht

Ingenieurauszeichnung für den Teepott in Warnemünde

1806 fo WarnemuendeIm Oktober erhielt der Teepott in Rostock-Warnemünde mit seinem markanten Betonschalendach den Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“.

Er ist eines der beliebtesten Fotomotive in Mecklenburg-Vorpommern und ziert Postkarten ebenso wie Briefmarken. Nun darf sich der Teepott in Rostock- Warnemünde auch „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ nennen. Mit der Verleihung dieses Titels am 18. Oktober 2018 ehrt die Bundesingenieurkammer gemeinsam mit der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern den markanten Rundbau als historisch bedeutendes Ingenieurbauwerk. Geprägt wird die Ansicht des Teepotts durch das Hyparschalen-Dach von Bauingenieur Ulrich Müther. Ähnlich wie bei Brückenbauten, Überdachungen oder Türmen wirkt sich die Konstruktion maßgeblich auf die Gesamtform des Gebäudes aus. Als eines der wichtigsten DDR-Bauwerke im Norden wurde der Teepott 1984 unter Denkmalschutz gestellt. „Der Teepott verkörpert nicht nur Baugeschichte, sondern er gehört als ein Gegenstück zur Architektur der Plattenbauten auch untrennbar zur Geschichte der vergangenen DDR. Mit der Auszeichnung ehren wir aber nicht nur das Bauwerk, sondern gleichzeitig auch Ulrich Müther, einen der bedeutendsten Bauingenieure der ehemaligen DDR, der – und darauf sind wir stolz – bis zu seinem Tod Mitglied der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern war“, so Dipl.-Ing. Wulf Kawan, Präsident der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern. Auch Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Bundesingenieurkammer, betont die herausragenden Leistungen des außergewöhnlichen Baumeisters: „Ulrich Müther hat mit seinen Betonschalenbauten wie dem Teepott die Moderne in der DDR maßgeblich mitgestaltet und ein reiches Erbe hinterlassen. Beides gilt es zu würdigen und damit auch kommende Generationen von Ingenieurinnen und Ingenieuren zu motivieren, mutig und kreativ unsere gebaute Umwelt mitzugestalten.“ Alle technischen und historischen Hintergründe zum Teepott in Rostock- Warne münde sind in der Publikation der Schriftenreihe „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ nachzulesen. Eine eigens hierzu herausgebrachte Schriftenreihe porträtiert alle 23 seit 2007 ausgezeichneten Bauwerke.

www.wahrzeichen.ingenieurbaukunst.de

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PLASTICITY

Concrete Design Competition geht in eine neue Runde

1806 fo PlasticityBereits seit 15 Jahren schreibt das InformationsZentrum Beton mit dem Concrete Design Competition einen Studentenwettbewerb für kreatives und innovatives Gestalten mit Beton aus. Er richtet sich an Studierende und Absolventen der Fachbereiche Architektur, Innenarchitektur, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur, Bauingenieurwesen, Gestaltung und verwandter Disziplinen an deutschen Hochschulen. Der Wettbewerb greift die spezifischen Eigenschaften des Baustoffs Beton auf – im Studienjahr 2018/19 behandelt er das Thema PLASTICITY. Gesucht sind Projekte, die die Plastizität von Beton – seine Formbarkeit und räumliche Ausdruckskraft – als zentrale Material- und Gestaltqualität in den Fokus stellen.

Als Plattform für Materialforschung und Materialdesign gibt der Wettbewerb keinen spezifischen Entwurfsgegenstand vor, sondern stellt den individuellen gestalterischen Umgang mit dem Material Beton in den Mittelpunkt. Dessen besondere Eigenschaften und Potentiale sollen erforscht und für die Umsetzung eigener Entwurfskonzepte nutzbar gemacht werden - gleichermaßen als Ideengeber und Ideentreiber des gestalterischen Prozesses. Beiträge können von Objekten, Bauteilen und Gebäudeentwürfen bis zu stadt- und landschaftsplanerischen Projekten reichen. Das diesjährige Wettbewerbsthema PLASTICITY beschreibt die zentrale Eigenschaft von Beton: Seine Formbarkeit im Wandel von flüssig zu fest. Sie ermöglicht die Herstellung komplexer Formen und Oberflächen und damit die vielseitige Anwendung des Materials beim Bauen und Gestalten. Allgemeiner gefasst meint PLASTICITY die Fähigkeit zur Veränderung und Anpassung an äußere Bedingungen, zur Umformbarkeit und Variation individueller Eigenschaften. Ein weiterer Aspekt des Themas ist die Plastizität von Gebäuden oder Objekten im Sinne einer besonderen räumlichen Körperlichkeit in Form und Ausdruck. Insbesondere der mono lithische, in seiner Masse spürbare ‚Beton Brut‘ lebt von einer starken physischen Präsenz und Ausdruckskraft. Mit seiner Formensprache im Zusammenspiel mit lebendigen Oberflächenstrukturen, Licht und Schatten wird er wie kaum ein anderer Werkstoff als plastisch wahrgenommen. Die eingereichten Arbeiten werden von einer unabhängigen, interdisziplinär besetzten Jury bewertet. Zu gewinnen gibt es die Teilnahme an einer Architekturreise nach Oslo, Preisgelder in Höhe von 3.000 Euro und Büchergutscheine im Gesamtwert von 1.000 Euro. Der Einsendeschluss ist der 30. April 2019, die Jurysitzung findet im Juni 2019 statt. Teilnahmebedingungen und Auslobungsunterlagen unter

www.concretedesigncompetition.de

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Bauen in Beton 2018/19

Sechs Bauten aus der Schweiz

1806 fo SchweizDie Architekturschrift „Bauen in Beton“ erscheint alle zwei Jahre und wird von der Betonsuisse herausgegeben. In der aktuellen Ausgabe werden sechs höchst unterschiedliche Bauten vorgestellt, die in der jüngsten Vergangenheit in der Schweiz entstanden sind. Der Essay zu Beginn des Heftes portraitiert das Kapuzinerkloster Sitten, das in den 1960er-Jahren durch den Architekten Mirco Ravanne umgestaltet und erweitert wurde.

Die Ausgabe 2018/19 von „Bauen in Beton“ präsentiert sechs neuere Bauten aus der Schweiz. Das Spektrum reicht vom großräumigen Eingriff in die Kulturlandschaft bis zur fast unsichtbaren Verdichtung der Innenstadt, vom Einfamilienhaus am See über ein Stadthaus an immissionsreicher Lage bis zum Schulhaus einer Agglomerationsgemeinde. Die urbane Schweiz zeigt dabei viele Gesichter. Der Baustoff Beton kann sich hervorragend an die vielfältigen Aufgaben und Situationen anpassen. Er bewährt sich beim subtilen Weiterbauen am Denkmal ebenso wie beim Überbrücken großer Spannweiten. Er vermag Bescheidenheit auszudrücken und Repräsentationsansprüche geltend zu machen, Lärm abzuweisen und Klang zu modulieren. Die Beispiele beweisen, dass die plastische Formbarkeit des Materials und die Modulierbarkeit seiner Zusammensetzung und seiner Oberflächen ein enormes Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten eröffnen. Als Einstieg in „Bauen in Beton“ wird das Kapuzinerkloster Sitten vorgestellt. Seine Umgestaltung und Erweiterung in den Jahren 1962-1968 ist das Meisterwerk des eigenwilligen, aus Venedig stammenden Architekten Mirco Ravanne. Im ausdrucksstarken Einsatz von Beton, Stein und Holz zeigt sich der Bau als Kind seiner Zeit. Ungewöhnlich ist die Kombination von plastisch gestalteten, stabförmigen und flächigen Elementen aus Beton, wobei letztere teils gefaltet oder zu Schalen verformt sind. Virtuos spielt Ravanne die Kunst des Fügens und der Fuge: in der Verbindung von Gebäudeund Bauteilen, von Alt und Neu und von Bauwerk und Garten. Seine Zusammenarbeit mit Künstlern, je nach Partner und Aufgabe auf unterschiedliche Weise, ist exemplarisch. Die eigens für das Heft gemachten Bilder stammen von den Luzerner Fotografen Bruno Kuster und Lucia Frey. Die Texte verfasste der Architekt und Publizist Martin Tschanz, der auch als Redaktor verantwortlich zeichnet. Das Layout besorgte Bossard Wettstein. Die Zeitschrift kann auf der Webseite der Betonsuisse heruntergeladen oder bestellt werden.

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Lichtspiele

Neues Diözesanarchiv des Bistums Aachen

1805 fo aachenAm 5. September wurde in Aachen das neue Diözesanarchiv des Bistums feierlich eröffnet. Der Ortbetonkubus wurde im Hauptschiff der früheren Kirche St. Paul in der Jakobstrasse integriert. Entworfen hat es die Bauabteilung des Bistums, die Ausführungsplanung erfolgte durch das Büro Schöps + Schlüter aus Münster. Vorgabe für die Umgestaltung von St. Paul und die Planungen für das neue Diözesanarchiv war es, so wenig wie möglich in die Bausubstanz des denkmalgeschützten Sakralgebäudes einzugreifen.

Für die neue Wirkungsstätte des Diözesanarchives bietet die Haus-in-Haus-Konstruktion, ein Kubus aus Stahlbeton und Glas, beste Bedingungen für die Unterbringung der wertvollen Archivalien. Der dreigeschossige Körper, der in seiner Länge und Breite von 25 mal 11 Metern den Bereich des ehemaligen Mittelschiffes umfasst, beinhaltet auf zwei Geschossen Urkunden, Akten, Handschriften, Pläne, Fotos etc. und auch die Präsenzbibliothek des Bistums. Im dritten Geschoss befinden sich Büroräume und der Lesesaal.

Photo: FH Aachen

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Planungshilfen

Konstruktionsdetails für Betonfassaden

Zwei weitere Planungshilfen stehen auf der FDB-Homepage den Planern kostenlos zur Verfügung: Konstruktionsdetails für die Stahlbeton Sandwichfassade (124 Details) und die großformatige Stahlbeton-Vorhangfassade (51 Details).

Die jeweiligen Konstruktionsdetails sind in Kategorien zusammengefasst und erleichtern so dem Planer das Auffinden der für seine Vorgaben passenden Detailzeichnung. Die Kategorien sind: Innenwand/Stütze-Außenwand, Dach-Innenwand, Dach-Außenwand, Bodenplatte-Außenwand, Anschlüsse Fenster/Tür, Anschlüsse Balkon, Loggia, Terrasse, Durchfahrt, auskragendes Geschoss, Kellerdecke-Außenwand, Geschossdecke-Außenwand und Außenwand- Ecken. Die Musterdetails wurden in den letzten Jahren von Arbeitsgruppen der FDB, die interdisziplinär aus Fertigteilherstellern, Planern und Befestigungstechnikern zusammengesetzt waren, entwickelt und zeigen praxisgerechte, baubare und wirtschaftliche Lösungen auf.

Der Link neben jeder Detailzeichnung führt direkt zum ausgewählten Konstruktionsdetail im Planungsatlas Hochbau, der rund 1100 Konstruktionsanschlüsse und -zeichnungen, Datenblätter mit den energetisch relevanten Angaben, Ausschreibungstexte sowie Temperaturbilder und die für Wärmeschutznachweise notwendigen wärmeschutztechnischen Kennwerte vorhält. Die Nutzung des Planungsatlas im Hochbau www.planungsatlashochbau. de ist kostenlos. Er bietet verschiedene Hilfsmittel, um die Planer (Architekten und Ingenieure) zu unterstützen.

Anhand der detaillierten Darstellung der Konstruktionen und der Ergebnisse der thermischen Berechnungen an Anschlussdetails in optischer und tabellarischer Form ist es dem Planer möglich, schnell und unkompliziert Detaillösungen zu finden sowie detaillierte energetische Nachweise im Sinne der EnEV durch die Angabe von ѱ-Werten zu führen. Eine Minimierung der Wärmeverluste kann so durch optimierte Detailanschlüsse bereits während der Planungsphase initiiert werden. Das Risiko von Schimmelpilzbildung kann durch den rechnerischen Nachweis verringert werden. Der Planer kann die Gleichwertigkeitsnachweise von Konstruktionen nach DIN4108 Beiblatt 2 führen.

Weitere zehn kostenlose Planungshilfen finden sich auf www.fdb-fertigteilbau.de

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