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Revolutionäres Design

Erstes tragendes Betonelement im 3D-Druck

1701 fo revolutionaeresDesignDie Baustoffindustrie steht vor einer großen digitalen Revolution. Durch die Verwendung von 3D-Druck können geometrische Strukturen aus Beton kostengünstiger und schneller produziert werden als noch auf dem klassischen Weg. Der 3D-Druck, auch additive Fertigung genannt, hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte erzielt. Die Anwendungsmöglichkeiten und Zahl der Produkte, die mit dieser Technik hergestellt werden, steigen laufend.

LafargeHolcim hat drei potenzielle Märkte für Lösungen dieser Art identifiziert: qualitativ hochstehende Architekturprojekte, erschwingliche Wohnbauten sowie den robotergestützten Bau von Fertigteilelementen.

3D-Druck ermöglicht ästhetischen und auch kosteneffizienten Einsatz

kommerzielle Zwecke herzustellen: Zusammen mit xTreeE und dem Büro Fehr Architectural wurde eine 4 Meter hohe tragende Säule gedruckt und im Innenhof einer Schule in Aix-en-Provence errichtet. In einem zweiten Projekt wurde in der Region Ile-de-France ein Pavillon in revolutionärem Design erstellt. „Wir sind stolz darauf, ein Vorreiter im Bereich 3D-Druck zu sein – eine revolutionäre Technologie, welche die Präzision am Bau erhöht und gleichzeitig zur deutlichen Verringerung der Bauzeit beitragen kann", sagt Gérard Kupferfarb, Konzernleitungsmitglied.

www.lafargeholcim.com

40 Jahre Info-b

Betonwerkstein im Wandel der Zeit

1701 fo infobIm vergangenen Jahr feierte die „Informationsgemeinschaft deutscher Betonwerkstein e.V.“ ihr 40jähriges Bestehen. Ein Blick auf die Historie der „Info-b“, wie sie kurz genannt wird, zeigt nicht nur die erfolgreiche Arbeit einer mittlerweile fest im Markt verankerten Institution, sondern auch die enormen Veränderungen, die sich beim Image und dem Einsatz von Betonwerkstein vollzogen haben.

Mit der Gründung der Info-b am 6. Februar 1976 in Wiesbaden entstand die erste Gemeinschaftswerbung für Betonerzeugnisse – zu einer Zeit, in der für die meisten Baustoffe Marketing noch ein Fremdwort war. In den zurückliegenden vier Jahrzehnten hat sich an den grundsätzlichen Zielen der Info-b nichts oder nur wenig geändert. Damals wie heute ging und geht es darum, die vielfältigen Vorteile des Betonwerksteins gegenüber Substituten wie etwa Naturstein oder Keramik deutlich zu machen und zu kommunizieren. Damals wie heute gilt es, sich den Herausforderungen des Marktes zu stellen und ihm neue Impulse zu verleihen. Im Fokus stand zunächst die zielgerichtete Kommunikation mit Planern und Architekten. Sie galt es umfassend zu informieren und von der Leistungsfähigkeit und Sicherheit qualitätsgeprüfter Betonprodukte zu überzeugen. Parallel dazu wurden vermehrt aber auch beim Endverbraucher Interesse und Begehrlichkeiten geweckt. Die Instrumente, derer man sich dazu bediente und immer noch bedient reichen von Öffentlichkeitsarbeit und Werbung über Fachpublikationen bis hin zur Teilnahme an regionalen und überregionalen Ausstellungen und Fachmessen. Heute spielen naturgemäß auch moderne Medien und Social Media wie die Homepage der Info-b mit ihrer Suchmaschine für Zulieferer sowie die informative Facebook-Seite der Gemeinschaft eine wichtige Rolle.

Imagewandel: Vom funktionalen Bauteil zum Gestaltungselement

Bei aller beschriebenen Kontinuität hat sich in den zurückliegenden 40 Jahren dennoch vieles verändert – man kann durchaus von einem Paradigmenwechsel sprechen. War es zu Beginn in erster Linie die Betonplatte im Innenbereich, die mit dem Begriff Betonwerkstein in Verbindung gebracht wurde, so ist Betonwerkstein heute grundsätzlich das Synonym für besonders gestaltete und innovative Betonerzeugnisse. Wo man früher Betonwerkstein als rein funktionales Bauteil sah, hat sich das Material heute zu einem ganz zentralen Gestaltungselement entwickelt. Nicht zuletzt dank neuer Herstelltechnologien wurde eine Vielzahl von Produkten kreiert, die speziell Architekten und Innenarchitekten von der gestalterischen Seite her ganz besonders ansprechen. Betonwerkstein kann heute nahezu überall eingesetzt werden, zum Beispiel bei Fassaden, extravaganten Innenbelägen, oberflächenbearbeiteten Pflastersteinen, überzeugenden Treppenanlagen oder dünnformatigen Wandfliesen. Oder, um es auf einen kurzen Nenner zu bringen: Betonwerkstein ist nach wie vor „das Schönste, was man aus Zement machen kann“. Im Betonwerkstein steckt aber immer noch jede Menge innovatives Potential in Bezug auf Gestaltung und Funktion. Dazu haben neben den bereits erwähnten neuen Herstelltechnologien natürlich auch die modernen Betonrezepturen beigetragen, die in vielen Bereichen zu einer signifikanten Qualitätsverbesserung geführt haben.

Betonwerkstein in der aktuellen Premium-Architektur

Bei dem enormen Imagewandel und der damit verbundenen ständig steigenden Wertschätzung des Betonwerksteins – speziell in Architektur und Innenarchitektur – verwundert es auch nicht, dass in den vergangenen Jahren der Betonwerkstein bei einer ganzen Reihe herausragender Bauprojekte Einzug in die aktuelle Premium-Architektur fand. Ganz aktuell beispielsweise beim Wiederaufbau des Berliner Schlosses zum künftigen Humboldt Forum. Nach dem Entwurf von Franco Stella wurden hier als Kontrapunkt zu den üppigen Barockfassaden mehrere Architekturbetonfassaden errichtet, die für einen spektakulären Raumeindruck sorgen. Genauer gesagt handelt es sich um „Feinbetonfassaden“ aus besonders hochwertigen, hellen Betonfertigteilen mit sehr fein gesäuerten Oberflächen. Spektakulär auch die aus fast 7.000 aufwändig hergestellten Betonwerksteinplatten bestehende Wandverkleidung in den sechs U-Bahnhöfen der neuen Wehrhahn-Linie in Düsseldorf – überwiegend Unikate in unterschiedlichen Formen und Formaten. Mit ihnen ist es den netzwerkarchitekten aus Darmstadt und der Künstlerin Heike Klussmann gelungen, die Verbindung von Architektur und Kunst im Stadtraum im wahrsten Sinne des Wortes „erfahrbar“ zu machen. Und am Münchner Königsplatz setzt das neugebaute NS-Dokumentationszentrum städtebaulich einen weithin sichtbaren Akzent. Realisiert wurde der „Weiße Würfel“ mit einer gelungenen Symbiose von Betonwerksteinelementen im Innenbereich sowie Betonfertigteilen und Ortbeton im Außenbereich. Aber nicht nur hierzulande, selbst im fernen New York findet Betonwerkstein aus deutscher Produktion seine Liebhaber. Mit dem Liberty Park am World Trade Center hat New York ein grünes Herzstück dazubekommen. Weil er erhöht liegt, können Besucher eine ungewöhnliche Stadtansicht genießen – und dies mit Betonwerkstein made in Germany; denn die großformatigen Betonwerksteine für die Pflanzbeete wurden aus hochwertigstem UHPC-Weißbeton auf Basis der DUCON-Technologie hergestellt. Und bei der 2015 in Abu Dhabi fertig gestellten Al-Aziz-Moschee sorgen 207 sandgestrahlte und nachts sehr effektvoll hinterleuchtete Fassadenplatten für eine besonders spektakuläre Lichtbetonfassade. Die massiven Betonplatten sind witterungsbeständig und halten problemlos den extremen Temperaturen stand, die in den Sommermonaten in den Vereinigten Arabischen Emiraten herrschen. Selbst gegen Sandstürme ist die Oberfläche resistent.

Hoher Bekanntheitsgrad bei Architekten und Planern

Die Tatsache, dass sich die ursprüngliche Mitgliederzahl von 65 auf heute 125 nahezu verdoppelt hat, zeigt eindrucksvoll, dass das in der Branche einmalige Netzwerk aus Grundstofflieferanten, Herstellern und Verarbeitern von Betonwerkstein eine Erfolgsstory ist – mit einem Bekanntheitsgrad, der bei Architekten und Planern bei über 50 Prozent liegt. Das von allen Beteiligten getragene Konzept der Info-b als neutrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um Beton und Betonwerkstein und die über Jahrzehnte kontinuierlich betriebene Arbeit haben sich also bewährt und letztendlich auch ausgezahlt. „Wenn es die Info-b nicht gäbe - man müsste sie erfinden“, so formulierte es ein Festredner anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Informationsgemeinschaft Betonwerkstein. Dem ist auch 15 Jahre danach nichts hinzuzufügen.

www.infob.de

3D-Druck mit Beton

36. Kolloquium Forschung&Entwicklung für Zement und Beton in Wien

1701 fo 3DDruckMehr als 20 internationale und nationale Referenten aus Wissenschaft und Industrie stellten am 14. November 2016 in der Wirtschaftskammer Österreich, im Rahmen des 36. Kolloquiums Forschung&Entwicklung für Zement und Beton, ihre neuesten Ideen und Errungenschaften für die Bauwirtschaft vor. Die besondere Aufmerksamkeit der knapp 350 Teilnehmer galten den Themen zum 3D-Druck mit Beton. Das jährliche Kolloquium der österreichischen Zementindustrie zählt zu den wichtigsten Veranstaltungen der Baubranche.

www.zement.at

Lieblingsplätze zwischen Emotion und Funktion

KANN Dialog 2017 in Frankfurt

Wie lässt sich städtischer Raum lebendig und lebenswert gestalten? Sind ästhetisch planerische Motive im öffentlichen Raum mit den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten für die Bürger auf einen Nenner zu bringen? Diese Themen stehen unter anderem im Mittelpunkt des KANN Dialogs 2017, der am 30. März 2017 in der Union-Halle in Frankfurt am Main stattfindet.

Unter dem Motto „Emotion und Funktion – Was Menschen von moderner Stadtplanung erwarten“ stellen vier bekannte Referenten ihre Denk- und Arbeitsansätze vor. Klaus W. König, Fachjournalist und Sachverständiger der Industrie- und Handelskammer Bodensee Oberschwaben stellt die Richtlinien, Planungen und Möglichkeiten der sicheren Ableitung von Oberflächenwasser anhand herausragender Objekte vor. In seinem Vortrag „Architektur für den Lebensraum Stadt“ beantwortet Dipl.-Ing. Architekt Stefan Forster aus Frankfurt die Frage, wie man lebenswerte Wohnräume in der Stadt schafft. Mit 30 Projekten allein in der Main-Metropole kennt er sämtliche Facetten der Stadt. Im Anschluss beschäftigt sich Landschaftsarchitektin Dr. Constanze Petrow mit dem Thema „Parks als lebendige Orte entwerfen“, für das die Gestaltung des Parks Gleisdreieck in Berlin Pate steht. Zum Abschluss lädt der Unternehmer Jochen Schweizer – Pionier unter den Extremsportlern – dazu ein, Grenzen zu überschreiten, Ängste zu überwinden und in der Folge einen Mehrwert für Beruf und Privatleben zu gewinnen. Bestandteil des KANN Dialogs ist natürlich auch 2017 wieder ein besonderer Veranstaltungsort. Die Union-Halle, ein ehemaliges Malzlager der Union Brauerei Dortmund an der Hanauer Landstraße, überzeugt architektonisch durch ihre zwei Ebenen, die umlaufende Galerie sowie ein ausdrucksvolles Lichtkonzept.

KANN GmbH Baustoffwerke
www.kann.de/dialog

Schweizweit

Ausstellung im Schweizerischen ArchitekturMuseum in Basel

1701 fo schweizweitNach der erfolgreichen Eröffnung der Fassadeninstallation „Imagine la Suisse“ als Auftakt des neuen S AM Programms unter der Leitung von Direktor Andreas Ruby eröffnete das Schweizerische ArchitekturMuseum in Basel im November 2016 die Ausstellung „Schweizweit“.

Das Bild der Schweizer Architektur ist bis heute sehr stark von den 1990er Jahren geprägt, als sie schlagartig weltweites Renommee gewann und zum Vorzeigebeispiel des Minimalismus avancierte. Die Architekten, die damals für dieses ebenso reduzierte wie sublimierte Bauen standen - wie Herzog & de Meuron, Diener & Diener, Peter Zumthor, Peter Märkli etc. – stehen zumindest in der internationalen Wahrnehmung auch heute noch als pars pro toto für die Schweizer Architektur. Von den Architekten der nachfolgenden Generationen, die seitdem immer aktiver ins Geschehen eingreifen, hört man deutlich weniger. „Schweizweit“ macht sich auf die Suche nach den Architekturbüros, die seither nachgewachsen sind. Was und wo entwerfen und bauen sie und welche Inhalte und Themen sind für sie wichtig? Entstanden ist eine Topografie des architektonischen Arbeitens in der Schweiz. Die überraschende Vielfalt der präsentierten Positionen macht die positiven Potenziale für die Architektur sichtbar, die sich aus den kulturellen, historischen, sprachlichen und geografischen Differenzen, die dieses Land so stark charakterisieren, eröffnen.

Zusammengekommen ist eine Liste mit über 300 Namen, an die das S AM eine Einladung zur Mitarbeit mit drei Fragen gesendet hat. Als Antwort sollten sie jeweils ein Bild mit Bildunterschrift einreichen. 162 Architekturbüros haben zugesagt und uns ihre Antworten zugesandt, die anschließend im Dialog noch präzisiert wurden. Die ausgewählten Bilder sind so vielfältig wie die Reaktionen der Architektinnen und Architekten. Entstanden ist ein visueller Atlas der neueren  Architekturproduktion in der Schweiz. Die Ausstellung zeigt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Themen, Inhalten und formalen Strategien, die Schweizer Architekten heute beschäftigen. Diese erste Ausstellung unter der Leitung von S AM-Direktor Andreas Ruby spiegelt seine Vision für das S AM wider: schwellenlos, zeitgenössisch, kollaborativ, schweizweit. Zukünftig werden Austausch und Diskurs, ob ausstellungsbegleitend oder thematisch unabhängig, eine ebenso wichtige Rolle spielen wie die Ausstellungen selber. Die Ausstellung in Basel ist noch bis zum 07. Mai 2017 zu sehen.

www.sam-basel.org

Colored Concrete Works

Lanxess verleiht zum dritten Mal internationalen Architekturpreis

1606 fo Colored Concrete WorksFarbiger Beton wird immer häufiger als Premiumbaustoff eingesetzt. Jahr für Jahr entstehen rund um den Globus eindrucksvolle Bauwerke aus Beton, der mit anorganischen Pigmenten eingefärbt wurde. Der Spezialchemie-Konzern Lanxess verleiht 2017 zum dritten Mal den internationalen Colored Concrete Works Award an Architekten, die moderne Architektur mit eingefärbtem Beton verwirklichen und die Schönheit und Ästhetik dieses besonderen Naturbaustoffs in den Mittelpunkt rücken.

Bis zum 10. März 2017 können sich Bauherren oder Architekten mit bereits realisierten Bauprojekten aus aller Welt bewerben. Wichtigste Teilnahmebeding - ungen: Die Gebäude dürfen nicht älter als fünf Jahre sein und der eingesetzte Beton muss mit anorganischen Eisenoxid- oder Chromoxidpigmenten eingefärbt sein. Ausführliche Informationen sowie die Ausschreibungsunterlagen sind online verfügbar unter www.coloredconcrete-works.com oder können unter der Mailadresse ColoredConcrete@ lanxess.com angefordert werden. Die internationale Jury des Wettbewerbs wählt aus den eingereichten Beiträgen das überzeugendste Projekt aus. Kriterien sind unter anderem Farbwahl, Funktionalität und Bedeutung des Gebäudes. Die Benachrichtigung der drei Erstplatzierten erfolgt Ende März 2017. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Preisverleihung findet am 17. Mai 2017 bei Lanxess in Berlin statt. Der Gewinner wird mit seinem Projekt in internationalen Fachmedien vorgestellt, dazu zählt auch die mehrsprachige Veröffentlichung einer Case Study zu dem Gebäude. Lanxess ist der weltweit größte Hersteller von Eisenoxidpigmenten und einer der führenden Produzenten von anorganischen Pigmenten auf Basis von Chromoxiden, die unter anderem zur Einfärbung von Beton eingesetzt werden. Die lichtechten und wetterbeständigen Pigmente der Marken Bayferrox und Colortherm ermöglichen ästhetische Architekturlösungen, durch die Gebäude harmonisch in ihre natürliche Umgebung eingefügt werden können, oder Infrastrukturprojekte, die sowohl funktional als auch kreativ sind. Dabei reicht das Farbspektrum der Farbmittel von Gelb über Rot, Grün und Braun bis hin zu Schwarz. Innerhalb der verschiedenen Farbreihen sind über 100 verschiedene Farbabstufungen verfügbar. Schon seit vielen Jahren inspiriert die Initiative Colored Concrete Works von Lanxess Architekten und Bauunternehmen, moderne Architektur mit farbigem Beton zu verwirklichen. Der Colored Concrete Works Award ist ein wesentliches Element der Initiative und wurde erstmals 2012 an den Architekten David Chipperfield für sein Projekt „Ciutat de la Justícia“ in Barcelona verliehen. Zuletzt erhielt Anfang 2015 Akihisa Hirata die Auszeichnung für seinen Entwurf des Apartmentkomplexes „Alp“ in Akabane-Nishi, Tokio/Japan. Lanxess dokumentiert beispielhaft die Verarbeitung von eingefärbtem Beton bei internationalen Bauprojekten und stellt diese Case Studies in der Publikationsreihe Colored Concrete Works vor. Sie sind in mehreren Sprachen als gedruckte Ausgabe erhältlich oder online unter www.colored-concrete-works.com

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Smarte Lösungen für die Städte von morgen

5. Internationale LafargeHolcim Awards vergibt 2 Mio. Dollar für nachhaltiges Bauen

1606 fo Smarte Loesungen fuer die Staedte von morgenDie LafargeHolcim Awards ist der bedeutendste internationale Wettbewerb für nachhaltiges Bauen. Gesucht werden Projekte, Konzepte und kühne Ideen aus den Bereichen Architektur, Landschaftsarchitektur, Städtebau, Ingenieurwesen, Technologie und Materialwissenschaft. Der Wettbewerb ermittelt die weltweit besten Ideen, die im Kontext der rapide steigenden Urbanisierung Lösungen präsentieren und somit die Lebensqualität steigern. Fachprofis und Studenten können ab sofort – und noch bis zum 21. März 2017 – Projekte und Visionen einreichen.

Wie lassen sich die Herausforderungen der zunehmenden weltweiten Urbanisierung meistern? Wie lassen sich Innovationen in der Materialwissenschaft oder in Technologien in die Praxis übertragen? Alle drei Jahre zeichnet die LafargeHolcim Foundation for Sustainable Construction Projekte und Visionen aus, die beeindruckende Antworten auf solche Fragen geben. Bei den ersten vier Austragungen wurden über 200 Preise vergeben; viele der ausgezeichneten Projekte haben neue Maßstäbe im Bereich des nachhaltigen Bauens gesetzt und genießen heute Weltrang.

Zwei Kategorien

Die Hauptkategorie des Wettbewerbs steht Architekten, Planern, Ingenieuren, Bauherren und Bauunternehmen offen, die nachhaltige Antworten auf technologische, ökologische, sozioökonomische und kulturelle Aspekte des Bauens entwickelt haben. Die eingegebenen Projekte müssen ein fortgeschrittenes Entwurfsstadium erreicht haben und intakte Chancen für eine Realisierung aufweisen; ihre Ausführung darf aber frühestens am 4. Juli 2016 begonnen haben. Studierende und junge Berufsleute im Alter von bis zu 30 Jahren können in der Kategorie „Next Generation“ zusätzlich visionäre Konzepte und kühne Ideen einreichen – unabhängig davon, wie wahrscheinlich deren Umsetzung ist.

Fünf regionale Wettbewerbe

Die erste Stufe der LafargeHolcim Awards wird in fünf Weltregionen ausgetragen; entscheidend dafür, zu welcher Region eine Wettbewerbseingabe gehört, ist ihr vorgesehener Realisierungsort. In jeder Region beurteilt eine eigene Jury aus ausgewiesenen Fachleuten die Eingaben. Präsidiert werden die Jurys von Harry Gugger (Region Europa), Ray Cole (Region Nordamerika), Angelo Bucci (Region Lateinamerika), Nagwa Sherif (Region Mittlerer Osten und Afrika) und Donald Bates (Region Asien Pazifik). Die Expertinnen und Experten beurteilen die Projekte anhand von fünf Zielvorgaben für nachhaltiges Bauen: Innovation und Transferpotenzial, ethische Standards und soziale Integration, Ressourcen- und Umweltperformance, Wirtschaftlichkeit sowie kontextuelle und ästhetische Bedeutung. Die Zielvorgaben gewährleisten eine ganzheitliche Sichtweise auf ein Projekt und umfassen dessen gesamten Lebenszyklus. Die Gewinner der LafargeHolcim Awards werden in der zweiten Hälfte 2017 an fünf regionalen Preisverleihungen ausgezeichnet. Sie qualifizieren sich automatisch für die zweite Stufe des Wettbewerbs, die globalen LafargeHolcim Awards 2018. Die Preissumme für den gesamten Wettbewerbszyklus beträgt 2 Mio. US-Dollar. Die Teilnahme am Wettbewerb ist kostenlos und muss online und in Englisch erfolgen. Verlangt werden Informationen zur Autorenschaft, eine Projektzusammenfassung, technische Details und Bilder oder Illustrationen. Eine detaillierte Anleitung erklärt die Bewertungskriterien und gibt Tipps zur Vorbereitung und Eingabe eines Projekts unter www.lafargeholcim-awards.org.

Unterstützt durch führende technische Universitäten

Der Wettbewerb wird in Zusammenarbeit mit einigen der weltweit führenden technischen Hochschulen durchgeführt. Vertreter der Eidgenössisch Technischen Hochschule (ETH Zürich und EPFL Lausanne) bilden das Academic Committee der LafargeHolcim Foundation. Weitere Partnerhochschulen sind: American University of Beirut (AUB), Libanon; American University of Cairo (AUC), Ägypten; Ecole Supérieure d’Architecture de Casablanca (EAC), Marocco; Indian Institute of Technology (IIT Bombay) in Mumbai, Indien; Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA; Tongji University (TJU) in Shanghai, China; Tsinghua University (THU) in Beijing, China; Universidad Iberoamericana (IBERO) in Mexico City, Mexiko; Universidade de São Paulo (USP), Brasilien; University of British Columbia, Vancouver, Kanada; University of Melbourne, Australien und University of the Witwatersrand (Wits) in Johannesburg, Südafrika. Die LafargeHolcim Foundation for Sustainable Construction unterstützt den Diskurs zum nachhaltigen Bauen seit 2003 mit ihrem internationalen Wettbewerb, mit akademischen Foren und durch Publikationen. Die Stiftung wird unterstützt von Lafarge- Holcim, dem weltweit größten Baumaterialhersteller.

www.lafargeholcim-awards.org

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Frei Otto. Denken in Modellen

Ausstellung im ZKM in Karlsruhe

1606 fo Frei Otto Denken in ModellenFrei Otto (1925-2015) zählt zu den international renommiertesten und innovativsten deutschen Architekten des 20. Jahrhunderts und ist eine zentrale Figur für die Baukultur des Landes BadenWürttemberg. 2015 bekam er für sein Werk den Nobelpreis der Architektur, den sogenannten Pritzker-Preis verliehen – die weltweit höchste Auszeichnung für Architektur. Die bisher größte Ausstellung zum Oeuvre von Frei Otto ist ein gemeinsames Projekt des Südwestdeutschen Archivs für Architektur und Ingenieurbau (saai) des KIT und der Wüstenrot Stiftung in Kooperation mit dem ZKM | Karlsruhe. Gezeigt werden sowohl bekannte, als auch völlig unbekannte Projekte. Das Material umfasst insgesamt über 200 Modelle, knapp 1.000 Fotos, Zeichnungen, Skizzen, Pläne und Filme sowie eine medientechnische Großprojektion.

www.zkm.de

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BAU 2017

Angebote und Services für Architekten auf der Messe in München

1606 fo BAU 2017Die BAU 2017, das sind 183.000 Quadratmeter Materialien, Technologien und Systeme, 25 Fußballfelder Stateof- the-Art-Technologie der internationalen Bauwirtschaft. Vom 16. bis 21. Januar 2017 präsentieren wieder mehr als 2.000 Aussteller aus über 40 Ländern alles, was beim Planen und Bauen zur Anwendung kommt. Insbesondere bei Architekten aus aller Welt gilt die Weltleitmesse BAU in München als unverzichtbare Informationsund Inspirationsquelle.

Der Gewerke übergreifende universelle Ansatz der BAU macht sie zum wichtigsten Branchentreffpunkt für alle, die professionell mit dem Planen und Bauen zu tun haben: vom Investor über den Planer und Architekten bis hin zum Handwerker und Gebäudebetreiber. Die Messe München, Veranstalter der BAU, erwartet wieder rund 250.000 Besucher, davon kommen voraussichtlich wieder rund 70.000 aus dem Ausland. Die 17 Messehallen der BAU sind nach Baustoffen, Produkt- und Themenbereichen gegliedert. Darüber hinaus gibt es Leitthemen, die zu jeder BAU neu in Abstimmung mit der ausstellenden Industrie festgelegt werden. Sie finden sich in unterschiedlichster Form bei den meisten Ausstellern wieder und werden auch in den BAU-Foren und Sonderschauen widergespiegelt. Die Leitthemen der BAU 2017 sind: Intelligente Fassade, Digital Planen, Bauen und Betreiben, Vernetzte Gebäude, Bauen und Wohnen 2020.

Die BAU gilt als Weltleitmesse für Architektur: Für Planer, Architekten und Bauingenieure aus der ganzen Welt ist sie die Informations- und Kommunikationsplattform Nr. 1. Es gibt weltweit keine andere Veranstaltung, auf der diese Besuchergruppe so zahlreich und auch so prominent vertreten ist. Zur BAU 2015 kamen 65.000 Besucher aus Architektur- und Planungsbüros. Auch die BAU 2017 bietet wieder zahlreiche spezifische Angebote für Architekten:

• Das Forenprogramm der BAU ist vorrangig auf Architekten und Ingenieure ausgerichtet. In den drei Messe-Foren (C2, A4 und B0) gibt es täglich wechselnde Themen, die sich an den Leitthemen orientieren. Die Themenvielfalt ist gewaltig: Smart Building Materials, BIM, modulares Bauen, easytech – lowcost – das sind nur einige der zahlreichen Themen, über die an den sechs Messetagen referiert und diskutiert wird. Die Referenten in den Messforen sind unabhängige Experten aus aller Welt, darunter Vertreter bekannter Büros wie Jean Nouvel, Paris, SOM, New York, Nikken Sekkei, Tokio, David Chipperfield, Berlin und KSP, Frankfurt.

• Auch die Sonderschauen der BAU wenden sich in erster Linie an Planer und Ingenieure. Die BAU arbeitet dabei mit Partnern aus Forschung und Wissenschaft zusammen. Bei der Sonderschau „StadtLabor – mit Forschung und Entwicklung Lebensräume gestalten“ ist das die Fraunhofer Allianz Bau. Deren 14 Institute zeigen ihre aktuelle Forschungs- und Entwicklungsarbeit für urbane Zentren: Gebäude, die auf ihre Nutzer eingehen und gleichzeitig energieeffizient „denken“, Fassaden, deren Eigenschaften das Raumklima positiv beeinflussen und vieles mehr. Das ift Rosenheim, ein weiterer Partner, zeigt eine Sonderschau zum Thema „Anwendungsorientierte Bauqualität“. Die Sonderschau gibt Empfehlungen zum Einsatz von Bauteilen in Abhängigkeit vom Einsatzzweck und von den Bedürfnissen der Nutzer.

• Im Rahmen der BAU werden darüber hinaus zahlreiche Architekturpreise verliehen, darunter der Bauwelt-Preis „Das erste Haus“ und der Detail-Preis. Ein Highlight ist die Archi-World Academy, ein Wettbewerb für junge Architekten und Architekturstudenten aus aller Welt. Das Besondere daran: Zwölf Stararchitekten, die zugleich die Jury bilden, bieten halbjährige Praktikumsplätze in ihren Büros an. Erneut haben sich mehr als 1400 junge Architekten aus der ganzen Welt haben beworben. Die Preisverleihung findet am 18. Januar 2017 auf der BAU statt.

• Eine weitere Sonderschau in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS findet in der Halle B0 statt. In einem Holodeck – einer virtuellen Sonderschaufläche – stellen Aussteller Produkte und Systeme vor. Ein Holodeck ist ein leerer Raum mit Koordinaten auf dem Boden und Sensoren an den Wänden. Mithilfe von Virtual-Reality(VR)-Brillen wird dem Besucher eine virtuelle Welt präsentiert, die er erkunden kann, indem er durch den Raum läuft. Mit Hilfe der VR-Brille und der Sensoren an den Wänden wird der Standort und Blickwinkel des Beobachters ermittelt. Dieser hat so das Gefühl, als bewege er sich in der virtuellen Welt. Mit dem Holodeck 4.0 ist es erstmals auf der BAU möglich, große Exponate, Gebäude oder ganze Landschaften von allen Blickwinkeln anzuschauen und zu Fuß zu begehen.

• Das Matchmaking-Tool bietet den Nutzern die Möglichkeit, mit Ausstellern oder anderen Messebesuchern bereits im Vorfeld der BAU 2017 in Kontakt zu treten. Durch die Eingabe von Parametern wie Produktgruppen, Zielmärkte, Positionen oder Funktionen erhalten Nutzer eine Liste übereinstimmender Personen inklusive Unternehmensname. Nach der Kontaktaufnahme können über das Matchmaking-Tool Termine vereinbart und verwaltet werden. Dieser kostenfreie Service wurde speziell für Aussteller, Architekten, Ingenieure und Planer eingerichtet. Detaillierte Informationen zu Sonderschauen, Foren und Preisverleihungen findet man unter

www.bau-muenchen.com/Rahmenprogramm

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Für die Zukunft planen

BASF diskutiert mit Architekten über nachhaltiges Bauen

Was sind die Materialien der Zukunft? Bedeutet Ressourcenverknappung eine Chance für neue Technologien? Und wie lassen sich Nachhaltigkeit und Design verbinden? Diese und andere Fragen haben die Teilnehmer der Dialogveranstaltung „Für die Zukunft planen“ am 17. November in Ludwigshafen beschäftigt.

„Für Architekten ist BASF der Partner für nachhaltiges Bauen: Auf der Grundlage unserer hochentwickelten Chemie können wir Spitzenprodukte für die unterschiedlichsten Bau-Bereiche anbieten, die unseren Kunden einen ökonomischen und gleichzeitig auch ökologischen Vorteil bringen“, erklärte Philipp Kley, Leiter von Construction Chemicals Europe bei BASF. „Mit unseren Bau-Produkten können sie Kosten, Energie und Ressourcen sparen, CO2- Emissionen vermeiden und die Langlebigkeit von Gebäuden steigern. Den ökologischen Vorteil machen zertifizierte Analyseinstrumente messbar“, so Kley.

Kreativer Ideenaustausch

Architekten aus dem Raum Mannheim, Frankfurt und Stuttgart diskutierten mit BASF-Experten über das Bauen der Zukunft. Die Teilnehmer gingen unter anderem der Frage nach, mit welchen Produkten BASF die Architekten hinsichtlich Nachhaltigkeit und Gestaltungsfreiheit unterstützen kann und welche Innovationen dringend erwartet werden. Denkanstöße lieferten Gastredner Werner Frosch vom Architekturbüro Henning Larsen Architects unter dem Motto „Nachhaltigkeit als Mission“ sowie Christian Heuchel von Ortner & Ortner, der sich mit dem Thema „Ressource Architektur“ beschäftigte. Welche Rolle das Thema Nachhaltigkeit für BASF spielt, verdeutlichte Dirk Voeste, Vice President Sustainability Strategy bei BASF, in seinem Vortrag. BASF-Experten gaben einen Überblick über das breite Bau-Portfolio des Unternehmens, das unter anderem Dämmstoffe, Bodensysteme, Bautenanstrichmittel, Betonzusatzmittel, Produkte zur Betoninstandsetzung sowie Fliesenkleber umfasst. Ausgewählte Produkte wurden genauer vorgestellt: Mit den Polypropylenfasern von MasterFiber bietet BASF eine alternative Bewehrung für Beton an. Die rostfreien Fasern ersetzen zum Beispiel die Stahlbewehrung in Industrieböden und Freiflächen nahezu komplett. Mit den Hochleistungsfasern können sogenannte Strain-Hardening Cement-Based Composites (SHCC) hergestellt werden. Diese Baustoffe erlauben sehr filigrane und dauerhafte Bauteile. Die Fasern kommen beispielsweise in Fassadenelementen und feingliedrigen Betonfertigteilen zum Einsatz. Die Kunststofffasern von Master Builders Solutions garantieren dauerhafte, wirtschaftliche und sichere Lösungen. Die fugenlosen MasterTop-Bodensysteme zeichnen sich durch die Kombination von Funktionalität mit Komfort und Design aus und sind besonders langlebig. Der innovative Hochleistungsdämmstoff SLENTITE befindet sich derzeit in der Marktvorbereitungsphase und erreicht mit einem Lambda-Wert von <17 mW/ (m/K) die bisher beste Dämmleistung für eine stabile Platte. Er garantiert eine um 25 bis 50 % schlankere Dämmung, wodurch die Energieeffizienz und die Gestaltungsfreiheit im Innenraum deutlich steigen: SLENTITE bietet Dämmung und Ästhetik für ein maßgeschneidertes Klimamanagement. Wärmedämmung aus dem silbergrauen Neopor zeichnet sich durch ein sehr gutes Kosten- Nutzen-Verhältnis aus, ist besonders einfach in der Handhabung und bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten. Derzeit findet es eine innovative Anwendung im Flachdachbereich – so auch im Bürogebäude D 105, dem Veranstaltungsort. In dem Gebäude fand auch das jüngste Produkt in der Styrodur Familie – Styrodur 3000 CS – in der klassischen XPSAnwendung Perimeterdämmung und als Bodenplatte Verwendung. Styrodur bietet vielseitige Einsatzmöglichkeiten und große Robustheit. Für das BASF-Verwaltungsgebäude D 105 in Ludwigshafen, in dem eine Vielzahl von BASF-Produkten verwendet wurde, strebt BASF eine Zertifizierung durch die DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) im Platin-Standard an.

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