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Baustücke

Ausstellung der Architekturminiaturen von Joachim Manz

1801 fo BaustueckeFantastische Strukturen, dreidimensionale Plastiken aus Beton, die die Spannung zwischen Material und Leere auszuloten suchen. Das ist das Oeuvre des Künstlers und Designers Joachim Manz aus Bremen. Seit über 25 Jahren entwirft und baut er Miniaturen im Grenzbereich zwischen Architektur und Skulptur. Die Raumgalerie in Stuttgart zeigt nun einen Querschnitt seines vielfältigen Werks, das auch den Architekturdiskurs neu anregt.

Bauliche Miniaturen meist aus Feinbeton, präsentiert auf Stahlständern, fremdartige, fantastische Raumstrukturen, formale Studien, die die Spannung zwischen Material und Leere ausloten, dann auch zweidimensionale Zeichnungen, schwarze Linie auf der Wand, die sich durch kinetische Energie in dreidimensionale Plastiken, zu Architektur verwandeln, oder auch skulpturale Interventionen im städti­schen Raum: Der Künstler und Designer Joachim Manz setzt sich seit über 25 Jahren mit den Grundsätzen von Architektur auseinander und transportiert sie in gebaute, „stille“ Kunstwerke, Miniaturen im Grenzbereich zwischen Architektur und Skulptur. Seine Werke sprechen eine strenge und schnörkellose Sprache, trotz oder gerade wegen der verwendeten Materialien. Joachim Manz verwendet Baustoffe, die man auch auf der Baustelle findet: Feinbeton, Glas, Ziegel und Fliesen, verarbeitet mit handwerklicher Perfektion und stets mit Liebe zum architektonischen Detail. Die Skulpturen leben durch spannungsreiche Zustände wie Schwere und Leichtigkeit oder auch Bewegung und Verharren. Ihren Platz finden sie auf Metallgestellen im Raum oder in der Wand, wo sie zunächst als zweidimensionale Zeichnungen und geheimnisvolle Schlitze die Neugierde des Betrachters anregen und zur Berührung verführen. Die Lichtskulpturen aus Manz’ Feder – hochwertige Leuchten, teils in limitierter Auflage – sind mittlerweile mehrfach preisgekrönt und erzeugen in anspruchsvollen Wohnräumen stille, poetische Lichtbilder. Die Ausstellung „Baustücke – Architekturminiaturen“ zeigt das vielfältige Werk des Künstlers und Designers Joachim Manz aus Bremen, der seit 1987 als freischaffender Künstler tätig ist und sich seitdem intensiv mit dem Grenzbereich zwischen Architektur und Kunst aus- einandersetzt. Seine bereits in zahlreichen Kunst, aber auch Architekturgalerien ausgestellten Beton-Miniaturen regen den Architekturdiskurs neu an und werfen grundsätzliche Fragen zu Raum, Form, Material und Licht auf. Manz’ stete Experimentierfreude und Enthusiasmus sind auch in seinen Leuchten zu finden. Sie sind Designprodukte mit hohem Gebrauchswert, deren Ursprung in der Architekturskulptur und -miniatur stets spürbar ist.

ARCHITEKTURMINIATUREN
Beton-Miniaturen und Leuchten Designs von Joachim Manz
Studio Achim Manz, Bremen
Ausstellung bis 17. März 2018:
Die Raumgalerie, Ludwigstraße 73, 70176 Stuttgart

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Förderpreis Beton 2018

Auslobung der CEMEX Deutschland AG

1801 fo foerderpreisBaupraktiker und Wissenschaftler sind aufgerufen, bis zum 30. April 2018 Arbeiten einzureichen, die zu Inno­vationen in der Betonbauweise beitragen. Der renommierte CEMEX Förderpreis Beton ist mit 10.000 Euro dotiert.

Die CEMEX Deutschland AG, Rüdersdorf bei Berlin, schreibt den Förderpreis Beton für das Jahr 2018 aus. Zur Teilnahme eingeladen sind Praktiker und Wissenschaftler in Bauunternehmen, in der Baustoffproduktion, in Forschungseinrichtungen, in Universitäten und in Materialprüfanstalten. Der Förderpreis Beton besteht seit mehr als drei Jahrzehnten. Er genießt ein hohes Ansehen und hat sich als die führende Auszeichnung in der Baustoffforschung etabliert. Mit der Stiftung des Preises will die CEMEX Deutschland AG die Entwicklung der Herstellung, Verarbeitung und Anwendung von Beton und Betonbauwerken vorantreiben. Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge sollen Möglich-keiten zur Verbesserung der baustoff- spezifischen Eigenschaften, der Qualität, der Wirtschaftlichkeit, der Ökologie sowie der technologischen Aspekte von Beton und Betonbauwerken aufzeigen. Die Arbeit muss in deutscher oder englischer Sprache entstanden sein und der Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Sie sollte nicht älter als zwei Jahre sein. Beiträge von Professoren von Technischen Hochschulen, Universitäten und Fachhochschulen oder Arbeiten, bei denen diese als Mitautoren genannt werden, sind von der Teilnahme ausgeschlossen. In Ausnahmefällen behält sich der Ausrichter vor, den Preis zwischen zwei Preisträgern aufzuteilen. Die Entscheidung über die Vergabe des Preises trifft eine unabhängige Preisjury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Rolf Breitenbücher, Ruhr-Universität Bochum. „Neben der Arbeit ist ein Konzept zur Umsetzung der wesentlichen Erkenntnisse in die Praxis einzureichen, welches das Produkt- und Leistungsprofil der CEMEX Deutschland AG berücksichtigt“, erklärt Peter Lyhs, Director Product Technology der CEMEX Deutschland AG. „Der Bewerber muss sich also nicht nur mit dem praktischen Nutzen seiner Arbeit auseinandersetzen, sondern auch mit dem auslobenden Unternehmen.“ Die Preisträgerin oder der Preisträger erhält die Gelegenheit, die prämierte Arbeit und das Konzept zur Umsetzung der Erkenntnisse im Rahmen von wissenschaftlich-tech- nischen Veranstaltungen der CEMEX Deutschland AG vorzustellen. Bewerbung und weitere Informationen unter 

www.cemex.de

 

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Innovative Dachkonstruktion

Neuartige Konstruktionsmethode besteht Praxistest

1801 fo ethMit neuartigen digitalen Planungs- und Herstellungsmethoden haben Wissenschaftler der ETH Zürich einen Prototyp für ein ultra-dünnes, geschwungenes Betondach gebaut. In diesem Jahr Jahr soll die Methode zum ersten Mal an einem echten Gebäude eingesetzt werden.

Wissenschaftler der ETH Zürich haben mit neuartigen Design- und Fabrikationsmethoden einen Prototyp für ein ultra-dünnes und stark gewelltes Betondach gebaut. Das Dach gehört zu einer innovativen Wohneinheit mit dem Namen HiLo, die nächstes Jahr auf dem Forschungsgebäude NEST der Empa und Eawag in Dübendorf errichtet werden soll. Nach der Fertigstellung sollen Gastforschende der Empa darin wohnen und arbeiten. Wissenschaftler um Philippe Block, Professor für Architektur und Tragwerk und Arno Schlüter, Professor für Architektur und Gebäudesysteme, wollen dort neue Leichtbauweisen erproben und sie mit intelligenten und adaptiven Gebäudesystemen kombi- nieren. Das selbsttragende und doppelt gekrümmte Schalendach besteht aus mehreren Schichten. Auf der inneren Betonlage kommen die Heiz- und Kühlschlangen zu liegen sowie eine Isolationsschicht. Gegen außen schließt eine weitere Betonschicht das Dach ab, auf welcher Dünnschicht-Solarzellen angebracht werden. Dank dieser Technologie und einer adaptiven Solar-Fassade soll die Wohneinheit dereinst mehr Energie generieren, als sie verbraucht. Im Masstab 1:1 erprobt Die Konstruktionsmethode für das Dach wurde von Forschern der Block Research Group unter der Leitung von Prof. Block und Dr. Tom Van Mele zusammen mit dem Architekturbüro supermanoeuvre entwickelt und an einem Prototyp im Maßstab 1:1 erprobt. Der Prototyp, der bereits wieder rückgebaut wurde, um zukünftigen Experimenten Platz zu machen, war siebeneinhalb Meter hoch und hatte eine Fläche von 162 Quadratmetern. Die Dicke des Betons variierte zwischen 3 Zentimetern an den Rändern des Dachs und 12 Zentimetern an den Auflageflächen. Anstatt auf herkömm- liche Schalungen aus Holz oder Kunststoff, setzten die Forscher auf ein Netz aus Stahlseil, das in einer Gerüstkonstruktion aufgespannt wird. Auf dieses Netz kommt ein Textil aus Polymer zu liegen, das dem Beton als Schalung dient. So können die Wissenschaftler nicht nur massiv Baumaterial sparen, sondern auch Lösungen für die wirtschaftliche Herstellung ganz neue Design-Formen bereitstellen. Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass bereits während des Betonieren des Dachs die Fläche darunter frei bleibt und somit Bauarbeiten im Gebäudeinnern zeitgleich stattfinden können. Algorithmen berechnen exakte Form Das Drahtseil-Netz ist so konzipiert, dass es unter dem Gewicht des nassen Betons die gewünschte Form annimmt. Dies gelingt dank einer Berechnungsmethode, die Block und seine Gruppe im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunkts Digitale Fabrikation weiterentwickelt haben. Die Algorithmen sorgen dafür, dass sich die Kräfte in jedem einzelnen Stahlseil richtig verteilen und das Dach exakt die vorbestimmte Form annimmt. „Wenn wir die Geometrie richtig berechnen, dann gewinnen wir die Stabilität primär aus der Geometrie und nicht aus dem Baumaterial“, sagt Philippe Block. Das Kabelnetz wiegt nur 500 Kilogramm, das Textil 300 Kilogramm. Es handelt sich also um insgesamt nur 800 Kilo Material, die 20 Tonnen nassen Beton tragen. Der Bau des Dachs wäre ohne die Hilfe modernster Computer- und Herstellungstechniken nicht denkbar. Bauroboter kamen dennoch nicht zum Einsatz, stattdessen setzten die Wissenschaftler auf die Präzision und auf das Können von Handwerkerinnen und Handwerkern. Spezialisten der Firmen Bürgin Creations und Marti haben den Beton mit einer eigens dafür entwickelten Methode aufgespritzt. Sie mussten darauf achten, dass das Textil dem Druck jederzeit standhalten konnte. Gemeinsam mit Holcim Schweiz definierten die Wissenschaftler die richtige Betonmischung, die flüssig genug sein musste, um aufgespritzt werden zu können und zähflüssig genug, um auch an den vertikalen Stellen haften zu bleiben. Den Prototypen haben die Wissenschaftler um Block im Robotic Fabrication Lab der ETH Zürich innerhalb von sechs Monaten gebaut. Er stellt einen wichtigen Meilenstein für das Projekt dar. „Wir haben bewiesen, dass es möglich ist, ein leichtes und flexibles Schalungssystem für Beton zu bauen und dass komplexe Betonstrukturen ohne großen Materialaufwand möglich sind. In enger Zusammenarbeit mit den Unternehmen konnten wir zeigen, dass unser System auch auf der NEST- Baustelle funktionieren wird“, sagt Block. Vom Projektstart bis zum fertigen Prototypen dauerte es vier Jahre. Dies auch, weil Philippe Block die zahlreichen Industriepartner eng in die Entwicklung des Prototyps einbeziehen wollte. In diesem Jahr Jahr will Block das Dach in acht bis zehn Wochen auf dem NEST-Gebäude neu bauen. Die einzelnen Komponenten der Dachkonstruktion lassen sich beliebig oft wiederverwenden. Das Drahtseilnetz lässt sich in wenige Teile zerlegen, die innerhalb kurzer Zeit wieder zusammengefügt und neu aufgehängt werden können.

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Beton aus dem 3D-Drucker

Additive Fertigung erlaubt freie Gestaltung

1801 fo 3DTraditionell werden Bauteile aus Beton gegossen. Die dafür notwenige Verschalung begrenzt jedoch die Gestaltungsmöglichkeiten. Neue Freiheiten in der Formgebung ermöglicht der 3D-Druck. Forscherinnen und Forscher an der Technischen Univer-sität München (TUM) experimen- tieren mit verschiedenen Verfahren, unter anderem dem sogenannten selektiven Binden. Mit dieser Technik ist es jetzt erstmals gelungen, filigrane, bionische Strukturen aus echtem Beton zu drucken.

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Zertifizierte Nachhaltigkeit

Concrete Sustainability Council (CSC) startet in Deutschland

1801 fo cscBetonhersteller, Zementhersteller und Produzenten von Gesteinskörnung, die sich für nachhaltiges Wirtschaften engagieren, können sich ab sofort zertifizieren lassen. Erste Unternehmen durchlaufen bereits die Zertifizierung. Ziel ist die Berücksichtigung in Systemen zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden, wie dem der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).

Die Grundlage dazu bildet das Zertifizierungssystem des Concrete Sustaina-bility Council (CSC). Das CSC wurde von der „Nachhaltigkeitsinitiative Zement“ des „Weltwirtschaftsrats für Nachhaltige Entwicklung“ initiiert und wird getragen von einer wachsenden Anzahl von Mitgliedern. Dies sind Unternehmen, Verbände und Institute. Die weltweite Einführung des CSC-Zertifizierungssystems hat in den letzten Monaten begonnen. In Europa sind hier insbesondere Aktivitäten in den Niederlanden, Italien und der Türkei zu nennen, außerhalb Europas in Kanada. In den Niederlanden ist das Zertifizierungs- system bereits am weitesten etabliert. Rund 50 Werke wurden bereits zertifiziert. Der Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie e. V. (BTB) hat die Rolle des „Regionalen Systembetreibers“ für Deutschland übernommen und wird das Zertifizierungssystem hierzulande organisieren, darüber informieren, beraten und schulen. Dr. Olaf Aßbrock, Hauptgeschäftsführer des BTB: „Das Zertifizierungssystem des Concrete Sustainability Council (CSC) bietet den Herstellern unserer Branche neue Chancen: Es fördert die Transparenz über den Herstellungsprozess von Beton und dessen Wertschöpfungskette sowie deren Auswirkungen auf das soziale und ökologische Umfeld." Der Wert des mit dem aus der Holz- und Papierindustrie bekannten „Forest Stewardship Council“ (FSC) vergleich- baren Systems ergibt sich insbesondere aus der geplanten Anerkennung durch internationale Systeme zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden wie BREEAM, LEED und DGNB. Das CSC geht schon heute bei BREEAM und DGNB von einer Anerkennung auf vergleichbarem Niveau wie FSC aus. Die Zertifizierung erfolgt in den vier Katego­rien Ökonomie, Ökologie, dem sozialen Aspekt der Nachhaltigkeit sowie in der Kategorie Management. Zu denen vom CSC zugelassenen Zertifizierungs-Dienstleistern gehören in Deutschland SGS, Kiwa, TÜV Süd und der VDZ. Die Zertifikate gelten über einen Zeitraum von drei Jahren. Erste Unternehmen der Branche in Deutschland durchlaufen bereits den Zertifizierungsprozess. Ganz aktuell hat die Heidelberger Beton Kurpfalz GmbH & Co. KG als erstes Unternehmen in Deutschland den erfolgreich abgeschlossenen Zertifizierungsprozess bekannt gegeben. Weiterführende Informationen und Ansprechpartner unter

www.csc-zertifizierung.de
www.concretesustainabilitycouncil.org

 

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WerkStückHalle eröffnet

Beton-Dauerausstellung an der ZHAW

1801 fo betonsuisseNach zweijährigem Umbau der Hallen 189/191 fand im Februar 2018 an der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur die Einweihung der neuen Räumlich-keiten des Departements A statt. Mit der Erweiterung wird auch der Ausbau des Wissenszentrums möglich: die bestehende Institutsbibliothek und Materialsammlung soll noch in diesem Jahr mit einem Architektur-Modellarchiv ergänzt werden; neu hinzugekommen ist die Dauerausstellung WerkStückHalle.

Sie zeigt Experimente sowie spezielle Anwendungen und Fügeprinzipien von Beton und Kunststein anhand großformatiger Baustellenmuster (Mock-Ups) im Maßstab 1:1. Die Dauerausstellung zeigt Fügeprinzipien und Anwendungen von Beton, Kunststein und Betonhybriden. Jedes neue Exponat wird mit einem Fachgespräch in die Sammlung eingeführt und damit Wissen über Konstruktion und innovative Verfahren aus der baul-ichen Praxis weitergegeben und einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Mit der WerkStückHalle fördert das Institut Konstruktives Entwerfen – gemeinsam mit den Partnern BETONSUISSE und Material-Archiv – den Dialog zwischen Lehre, Forschung, Bauindustrie und Praxis. Als Drehscheibe möchte das Institut den konstruktiven Dialog mit dem Ziel voranbringen, den Forschergeist und die Experimentierfreude von praktizierenden wie angehenden Architekten und Ingenieuren anzuregen und konstruktives Wissen zu verbreiten. BETONSUISSE hat dazu mit der ZHAW eine mehrjährige Kooperation vereinbart. Die neue Sammlung ist täglich von 8-19 Uhr am Eingang des Departement A zu besichtigen. Mehr zu den geplanten Fachgesprächen 2018 unter

www.zhaw.ch/ike/wsh

 

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Rhizolith Island

Auszeichnung für innovatives Konzept für Mangroven- und Küstenschutz

1706 fo rhizolithDie von der Cemex Research Group ent­wickelte Betoninsel „Rhizolith Island“ dient zur Revitalisierung von Man­grovenwäldern und verhindert als schwimmender Küstenschutz die Überschwemmung bewohnter Gebiete. Diese harmonische Verbindung von Naturschutz und Urbanisierung überzeugte die Jury des German Design Award 2018.

Das internationale Forschungs- und Entwicklungszentrum des Baustoffunternehmens Cemex, die Cemex Research Group AG in der Schweiz, hat Rhizolith Island in Zusammenarbeit mit APTUM Architecture und der Syracuse Univer­sity entwickelt. Die schwimmende widerstandsfähige Küsteninfrastruktur aus Cemex-Spezialbetonen revitalisiert Mangrovenwälder entlang erosions­gefährdeter Küstenabschnitte. Die modulare Platt­­form aus kombinierbaren Elementen basiert auf fortschrittlicher Betontechnologie. Hochfeste, leichte, durchlässige und hochgradig verformungsfähige Betonkonstruktionen verbessern die ökologische Leistungsfähigkeit der Insel als Wellenbrecher. Zugleich soll Rhizolith Island dazu beitragen, dass die Bewohner überschwemmungsgefährdeter Küs­ten mehr Achtung für die empfindlichen Ökosysteme entwickeln, die ihre Siedlungen umgeben und schützen. Das Rhizolith-Island-Projekt wurde in Cartagena, Kolumbien, getestet, wo ein Prototyp gebaut und während der Concrete Reunion 2016 Conference ausgestellt wurde. Die gewonnenen Daten sind Ausgangsbasis für den Bau von neuen Prototypen, die die Projektpartner im Zuge der weiteren Forschung an zwei zusätzlichen Standorten in Kolumbien testen. Nicht nur den German Design Award 2018 erhält Rhizolith Island, das Projekt kann auch den Merit Award des American Institute of Architects New York Chapter (AIANY) 2017 Design Awards vorweisen. Für das Baustoffunternehmen Cemex sind die Herausforderungen der Urbanisierung ein wichtiges Thema. Welchen Beitrag kann Beton zur Urbanisierung von Küstengebieten leisten? Die beteiligten Partner beschlossen, ein Konzept zu entwickeln, das durch eine Symbiose von Beton und Natur die Schädigung von Mangroven aufhält. Mangrovenwälder bestehen aus Sträuchern und kleinen Bäumen, angepasst an die rauen Bedingungen tropischer Küsten. Sie bieten vielen Zugvögeln und Meereslebewesen einen Lebensraum, und sie nehmen CO2 aus der Atmosphäre auf. Als eine der wirksamsten Barrieren gegen Wind und Wellen helfen sie, die Erosion und die Überschwemmung von Küstenregionen zu verhindern. Trotz ihrer wichtigen Funk­tion im Ökosystem sind mehr als 35 Prozent der Mangrovenwälder durch Umweltverschmutzung, Naturkatastrophen, Bevölkerungsdruck und veränderte Landnutzung verloren gegangen. Das Wachstum der Städte trägt zur Zerstörung von Küstenlinien bei, lässt Ökosysteme und Lebensräume von Tieren und Pflanzen verschwinden und führt zu Flutkatastrophen. Rhizolith Island besteht aus einem Mosaik schwimmender Betonstrukturen mit einem „Kopf“ und einer „Flosse“, die als Saatgutträger für Mangroven fungieren. Der Kopf wird aus einem Cemex-Leichtbeton gefertigt. Er ist leichter als Wasser, so dass er trotz der Löcher im Baukörper schwimmt. Diese Bohrungen brechen die Wellen und wirken so der Küstenerosion entgegen. Die Flosse bietet Fischen und See­pocken einen Lebensraum. Sie besteht aus einem hochfesten verformungsfähigen Beton. Anders als herkömmlicher Küstenschutz zeichnen sich die künst­lichen Mangroveninseln dadurch aus, dass sie eigens für eine Synthese mit dem umliegenden Ökosystem konzipiert sind. Die Projektbeteiligten erwarten, dass die zunehmende Sedimentation innerhalb von fünf bis zehn Jahren die Uferlinien wiederherstellt und die Betonstrukturen einschließt. Die auf den Inseln wachsenden Mangroven werden sich im neu abgelagerten Boden verankern. Während die Mangroven wachsen, werden ihre Wurzeln und ihr Gewicht den Beton vollständig durchbrechen. Sie übernehmen dann die Funktion einer permanenten natürlichen Pufferzone, die Wasser zurückhält und bei Stürmen die Überschwemmungen reduziert. Die zerbrochenen Überreste der Struktur werden das Wachstum von Korallen­riffen fördern.

www.cemex.com

SOS BRUTALISMUS – Rettet die Betonmonster!

Initiative und Ausstellung im DAM in Frankfurt

1706 fo brutalismusDas Deutsche Architekturmuseum zeigt gemeinsam mit der Wüstenrotstiftung erstmals die brutalistische Architektur der 1950er und 1970er Jahre im weltweiten Überblick. In der Ausstellung wird der Brutalismus mit ungewöhnlich großen Modellen und Betongüssen neu bewertet.

Erstmals wird die brutalistische Architektur zwischen 1953 und 1979 in einem weltweiten Überblick dargestellt: Mit dem Titel „SOS Brutalismus“ wird ein Hilferuf formuliert, denn die brutalistische Architektur ist weltweit von Abriss und Umgestaltung bedroht. Die Web­-seite www.SOSBrutalism.org versammelt mittlerweile weltweit mehr als 1.000 Bauten, die sich dem Brutalismus zuordnen lassen. Sie sind nach dem Vorbild eines Artenschutzprojekts in verschiedene Gefährdungsstufen gegliedert: Die „rote Liste“ versammelt derzeit 108 Bauten, die unmittelbar von Zerstörung bedroht sind. Das Ziel der Webseite besteht nicht nur darin, ein Inventar anzulegen. #SOSBrutalism ist der Titel eines sogenannten Hashtags, der verwendet wird, um über Facebook, Twitter, Tumblr und Instagram mit anderen Initiativen Kontakt aufzunehmen, die sich ebenfalls der Erforschung und dem Erhalt brutalistischer Bauten widmen. Zu den ersten Erfolgen dieser Vernetzung zählt die Unterstützung für ein Kulturzentrum im österreichischen Burgenland. Der nächste Schritt auf dem Weg zur Brutalismus-Ausstellung ist die Identifizierung von regionalen Schwerpunkten. Hierzu zählen unter anderem Israel, Japan, Südamerika, selbstverständlich Großbritannien, die USA, aber auch viele westdeutsche Kirchenbauten. In Frankfurt zählten der AfE-Turm und das Historische Museum zur brutalistischen Architektur, die beide vor wenigen Jahren abgerissen wurden. Weithin unbekannt ist die – noch im Originalzustand erhaltene – Trauerhalle des Friedhofs Westhausen des ehemaligen Städel-Professors Günter Bock. Sein Nachlass befindet sich ebenso in den Beständen das DAM wie der des Pritzker-Preisträgers Gottfried Böhm, dessen Betonkirchen einen wichtigen Platz in der Ausstellung einnehmen werden.

www.SOSBrutalism.org
www.dam-online.de

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DUNKLESHÖREN – HELLESSEHEN

SB5ÜNF und opus C präsentieren: Beton:Kontexte 2.0

1706 fo dunkleshelles

Beton ist mehr als ein Baustoff – er bedient alle Sinne und ist nicht nur grau. HiTec Beton, Roughcrete oder „rockiger Beton“ – Sichtbeton ist Kunst und in der Form immer noch ein Nischenprodukt, dem wir mit Beton:Kontexte zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen wollen. Dazu möchten wir Menschen mit Neugier und Leidenschaft für Beton zusammenbringen. Wir wollen Beton sehen und hören. Wir werden Beton verstehen und ihm damit helfen grau sein zu dürfen. Wir bemühen den Beton nicht, sich zu verbiegen sondern wir gehen mit ihm um und betten ihn ein in unsere Träume, unsere Empfindungen und unsere Äußerungen und machen Beton damit zu Kunst. Beton ist Bau und Kunst und verlangt nach Kontext.

www.sb-5.de/betonkontexte

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Wegweisend

Technologie mit leuchtendem Beton für Smart Cities

1706 fo wegweisendMit Light&Concrete Technology (LCT) tritt ein weiterer internationaler Anbieter auf den Markt für transluzentem Beton in Deutschland. Mit seiner weltweit patentierten Technologie kombiniert das Unternehmen Beton- und Kunststofftechnologien und integriert LED-Licht. LCT stellt transluzente Betonplatten, Straßenbegrenzungs- steine und Fassadenelemente her und spricht vor allem öffentliche Auftraggeber sowie die Bauindustrie an.

www.lct.co.at

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