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13. Schweizer Betonforum

Im Spannungsbogen zwischen Kreativität und Tragwerkssicherheit

1902betonforum bild website
Konzerthaus Blaibach von Peter Haimerl

Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch über die Anwendung des Werkstoffs Beton stehen im Mittelpunkt des jährlich stattfindenden Schweizer Betonforums. Dieses Jahr liegt das Thema der Fachtagung für Architekten, Ingenieure und die Bauwirtschaft im Spannungsbogen zwischen Kreativität und Tragwerkssicherheit. Tagungsort ist am 5. Juni 2019 traditionell wieder die ETH Zürich, Zentrum, Hauptgebäude, Auditorium Maximum (F30).

Kreativität trotz fester Regeln Manche, die „Norm“ hören, denken als Erstes oft an starre Regeln, an strenge Vorgaben zur Planung und damit an Wiederholungen in der Ausführung, an genormte Teile eben. Das Beachten der Vorgaben einer Norm ist aus Sicherheitsgründen und solchen der Dauerhaftigkeit zwar selbstverständliche Pflicht, es behindert die freie Formgebung von Betonbauten aber nicht. Ganz im Gegenteil vermögen die Vorgaben und Zwänge die Kreativität mitunter sogar anzuregen. Diesem Spannungsbogen zwischen festen Randbedingungen und freier Form widmet sich das diesjährige Betonforum.

Gerade in der Instandsetzung oder beim Umbau bestehender Bauten sind viele Randbedingungen einzuhalten, weshalb das Finden einer optimalen Form oft sehr viel Gedankenarbeit und hartnäckige Kreativität erfordert. Der Einsatz neuer Bewehrungsmittel, innovativer Schalungen oder die gezielte Veränderung der mechanischen Eigenschaften des Betons können zudem neue Formen erlauben, die sämtliche Normanforderungen erfüllen und gleichzeitig in statischer und ästhetischer Hinsicht überraschende Lösungen zeigen.

Das 13. Schweizer Betonforum wartet mit einer Vielzahl an inspirierenden Beispielen auf, die zeigen, wie Beton in verschiedenen Zusammensetzungen und in immer wieder freier und neuer Form ästhetische, wirtschaftliche oder bauliche Anforderungen erfüllt. Betonsuisse organisiert die Veranstaltung am Mittwoch, 5. Juni 2019, 13.00 bis 19.00 Uhr an der ETH Zürich, Zentrum und führt sie in Zusammenarbeit mit dem Institut für Technologie in der Architektur ITA und dem Departement Architektur der ETH durch. Teilnahmegebühr 150 CHF (50 CHF für Studierende) mit Pausenverpflegung und Apéro riche, exkl. MwSt.

Tagungsprogramm

13.00  Empfang der Teilnehmenden
13.30 Eröffnung des Betonforums und Einleitung
Prof. Dr. Joseph Schwartz, Tagungsleiter, Professur für Tragwerksentwurf, ITA, ETH Zürich, Dr. Schwartz Consulting AG, Zug
Peter Wellauer, Dipl. Ing. ETH/SIA, BETONSUISSE Marketing AG, Bern
13.50 Freiräume und Einschränkungen in der Planung und Instandsetzung von Betonbauten
Corinna Menn, Dipl. Arch. ETH/SIA, Corinna Menn GmbH, Chur
14.20 Realisierung von Bauherren- und Architektenträumen
Patrick Gartmann, Dipl. Arch. & Dipl. Ing. ETH/SIA, Ferrari Gartmann AG, Chur
14.50 Carbonvorspannung im Beton – die neue Geheimwaffe?
Josef Kurath, Dipl. Ing. FH, Staubli, Kurath & Partner AG, Zürich
15.20 Ponts sur la Paudèze – clevere Ertüchtigung mit UHFB
Philippe Menétrey, Dr. Dipl. Ing. EPFL, INGPHI, Lausanne
16.20 KnitCandela – 3D-gestrickte Schalung aus dem Koffer (s. Beitrag in dieser opus C)
Matthias Rippmann, Dipl. Arch. & Dipl. Ing., ITA ETHZ
16.50 Peter Haimerl, Dipl. Ing. Architekt BDA
Projekte
17. 20 Apéro riche in der Uhrenhalle

Weitere Informationen: BETONSUISSE Marketing AG, Telefon +41 31 327 97 87, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.betonsuisse.ch

Anmeldung (bis 29. Mai 2019): http://betonsuisse.ch/Online-Anmeldung-13-Schweizer-Betonforum/

KnitCandela

Betonskulptur aus einer 3D-gestrickten Schalung

1902 de KnitCandelaEin per Knopfdruck gestricktes Textil dient als formgebendes Element für geschwungene Betonschalen. Mit dieser neuen Technologie wurde für eine Ausstellung eine fünf Tonnen schwere Betonstruktur geschaffen. KnitCandela wurde im Museo Universitario Arte Contemporáneo (MUAC) in Mexiko City im Rahmen der ersten Ausstellung von Zaha Hadid Architects in Lateinamerika gebaut und ist eine Hommage an den berühmten spanisch-mexikanischen Betonschalenvirtuosen Félix Candela.